Den Diwali-Abend gut ueberstanden, und vom Gehoersturz noch leicht beeintraechtigt, waren Alex, Hubert und ich am Samstag mittag ins nahe Amritsar aufgebrochen, um dort die letzten Auslaeufer des Festlichkeiten der Sikh-Religion mitzuerleben.

 

Dem Gründer der Religion, Guru Nanak, folgten 9 weitere Religionsführer. Der letzte lebende Guru, erklärte das Heilige Buch der Sikh"s, das 'Adi Granth', zum ewigen Guru. Aus dem Buch wird jeden Tag im goldenen Tempel vorgelesen (Live-Mitschnitt).

 Das Wort Sikh bedeutet soviel wie immerwährendes Lernen. Ziel des Lebens ist die Vereinigung mit Gott. Es werden im Sikhismus keine Symbole angebetet, sie müssen weder Pilgern noch verbesseren sie Ihre 'Stellung' durch formelle Rituale , Askese oder Mönchstum.

 Religion liegt nicht im geflickten Gewand des Yogi, Noch in dem, was er mit sich trägt, Noch in der Asche auf seinem Körper. Religion liegt nicht in den Ohrringen, Noch in seinem geschorenen Haupt, Noch im Ertönen der Muschelschale. Um den wahren Weg der Religion zu gehen, Mußt rein du in der weltlichen Unreinheit stehen.

(Suhi)

 Ein Sikhs darf weder Rauchen noch Alkohol oder Drogen zu sich nehmen. Wie die Hindus, essen sie kein Rindfleisch, womit diese Religion fuer mich entgueltig ausscheiden duerfte. Die Sikhs lassen Ihre Haare von Geburt an wachsen, ohne sie zu schneiden. Verborgen werden die Haare unter dem Turban. Haare sind für die Sikhs Symbol für die Kraft eines Menschen... mit nem ordentlichen Baer im Nabel und eigenem Natur-Pulli auf der Brust.

 Frauen sind im Sikkhismus theoretisch 'Gleichberechtigt' und Witwen können wieder heiraten. Die Stellung der Frau ist aber meist auf die Rolle als Hausfrau und Mutter beschränkt und sie trägt nicht die auffallenden Erkennungsattribute der Männer, womit man nochmal drueber nachdenken koennte. *smile* Es gibt kein Kastenwesen und jeder kann zum Glauben der Sikhs übertreten.


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